Geschichte Rübenacher Mühlen Teil 2

Der Mühlenweg in Rübenach (Teil 2)

„Landschaft im Wandel“ so heißt eine CD – ROM  mit Karten vom Anfang des letzten Jahrhunderts bis in unsere Zeit.  Diese CD, die man für 19,90 € beim Landesamt für Vermessung und Geobasisinformation Rheinland-Pfalz in der Ferdinand-Sauerbruch-Straße 15 erwerben kann, sind von unschätzbarem Wert um am Beispiel der Mühlen zu belegen, wie sich  Rübenach im Laufe der Zeit gewandelt hat.

Wir beginnen mit der „preußischen Uraufnahme“ unseres Ortes die irgendwann zwischen 1843 und 1878 entstanden ist. (Anlage 1)

Wie man dort deutlich erkennen kann, gab es damals (In Flußrichtung betrachtet) die „Moskopfsmühle“, die „ReichardsMühle“, die „Mühlenpeters Mühle“, die „Wilhelms Mühle“, die (beiden) „Doppelmühle(n) “, die „Hahns Mühle“, die „Zils Mühle“ und die „Kilians Mühle“.

Man erkennt auch deutlich, dass sich der Brückerbach zwischen der „Wilhelmsmühle“ und den „Doppelmühlen“ in zwei Stränge aufteilt, von denen vermutlich jeder eine der beiden Doppelmühlen betrieben hat.

Übrigens ist der Name „Brückerbach“ auf keiner der alten Karten zu finden, die Frage ist, ob er immer so geheißen hat…bei den Mühlen ist das nämlich durchaus nicht der Fall, wie man auf der Karte von 1933 (Anlage 2) sehr schön verfolgen kann.

Leider ist der Bachverlauf nicht so genau zu erkennen, unser Mitglied E.Reuter hat den Verlauf farblich nachgezeichnet.

Die Mühlen (in derselben Reihenfolge) heißen jetzt:

„Gappenachsmühle“ (neuer Name !)

„Welchenmühle“ (war Reichardsmühle)

„Mühlenpeters-Mühle“

„Wilhelms-Mühle“

„Doppel-Mühle“ (ja, auch die Schreibweise ändert sich!)

“Hahns-Mühle“

„Zilsen-Mühle“

„Werles- Mühle“ (neuer Name !)

Noch aber läuft der Brückerbach frei durch die Gemarkung entlang der Grabenstraße, wie sich einige noch lebende Zeitzeugen auch gut erinnern können.

Erst auf der Karte von 1979 ist der Brückerbach von der Wolkener Straße bis Mühlenstraße verschwunden, weil er inzwischen auf diesem Teilstück in Rohre  gepresst wurde, die sich allerdings inzwischen als zu eng entpuppen …

Auf dieser Karte ist übrigens der Name „Brückerbach“ zum ersten Mal zu lesen.

Wenden wir uns jetzt der Karte aus dem Jahre 2000 zu (Anlage 3) :

Dort ist die „Gappenachsmühle“ noch erwähnt, aber alle Mühlen bis zur „Wilhelmsmühle“ sind komplett verschwunden.

Auch die „Doppelmühle“ obwohl als Straßenbezeichnung noch aktuell, erscheint als Mühle nicht mehr ….und die „Hahnsmühle“ wurde zur „Kuffnermühle“ .

Von einstmals acht Mühlen sind selbst auf der Karte nur noch fünf verblieben…..

In den nächsten Beiträgen werden wir versuchen das Schicksal der einzelnen Mühlen zu beschreiben.

(Fortsetzung folgt)

Anlage Karte 1 Urkarte: 2011_06_30_Mühlenweg Teil 2 Urkarte

Anlage 2 Karte von 1933:2011_06_30_Mühlenweg Teil 2 Karte von 1993

Anlage 3 Karte von 2000:2011_06_30_Mühlenweg Teil 2 Karte von 2000

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